Aktuelles

Hier finden Sie in unregelmäßigen Abständen Fotos und Informationen von verschiedenen Hunden während ihrer Ausbildung zum Assistenzhund.
Von Januar 2020 bis Juli 2021 finden Sie ausschließlich den Werdegang von Assistenzhund Luke.

 

Da der Pudel rassebedingt eine sehr enge Bindung zu seinen Menschen aufbaut, ist eine langsame, schrittweise Eingewöhnung in seine neue Familie sehr wichtig. Luke und ich verbringen drei Tage im Zuhause der neuen Familie. Wir starten mit gemeinsamen Spaziergängen, aber schon bald schicke ich Jonahs Eltern alleine mit Luke los. Das kann für wenig erfahrene Hundemenschen zuweilen ganz schön aufregend sein. :-) Es klappt aber gut, Luke bleibt stets bei ihnen und sucht Kontakt. Neben den praktischen Erfahrungen bekommt die Familie auch theoretischen Unterricht zu Hunde-Themen wie: Erziehung, Gesundheit, Ausdrucksverhalten und weitere. Zum Abschluss verbringt Luke fast einen ganzen Sonntag mit Jonah und seinen Eltern (siehe Fotos), das war ein spannender Tag für alle.

 

Am Montag, den 8. März hat Lukes Mama Ida ihren F-Wurf mit 7 Welpen geboren, Lukes Halbgeschwister. Es sind 4 Jungen und 3 Mädchen. Alle entwickeln sich prächtig! Auch aus diesem Wurf plane ich, einen Assistenzhund auszubilden und bin zuversichtlich, den oder die Richtige zu finden.

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Luke ist inzwischen ein "Halbstarker", der mit viel Energie die Welt erkundet und dabei Grenzen testet. Gerade in dieser Zeit wird es wieder sehr wichtig, ihm Grenzen zu setzen und ihm beizubringen, seine Impulse zu kontrollieren. Das kann bisweilen nervenaufreibend und anstrengend sein. Luke fällt es zum Beispiel schwer, sich zu kontrollieren, wenn ein geliebter Mensch nach Hause kommt. Er will als erster begrüßt werden, drängelt sich vor und springt hoch. Er soll lernen dass dieses Verhalten unerwünscht ist, aber ein reines "Nein" reicht in dieser Situation nicht aus. Ich biete ihm ein Alternativverhalten als "erwünschtes Verhalten" an, in diesem Fall ein "Sitz" und "warten", was dann durch ruhige Begrüßung belohnt wird.

In den Videos sind Trainingssituationen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu sehen. Liegenbleiben, während ich ihn umrunde, ist relativ einfach. Nicht zu seinem heißgeliebten Ball zu springen, erfordert größte Impulskontrolle seinerseits. Durch solche Übungen soll seine Impulskontrolle für Alltagssituationen verbessert werden.

 

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Ich lege großen Wert darauf, dass Luke eine tolle, abwechslungsreiche und artgerechte Junghundzeit erlebt. Täglich sorge ich dafür, dass er Kontakt zu anderen Hunden hat, um mit diesen ausgiebig zu toben, rennen, spielen und um mit ihnen die Umgebung zu erkunden. Er befindet sich gerade in der Entwicklungsphase vom Junghund zum Halbstarken. Im Spiel mit den anderen kann er seine Kräfte messen und Freundschaften schließen. Nur ein ausgeglichener Hund kann gut erzogen werden, sowie an seine zukünftigen Aufgaben als Assistenzhund herangeführt werden. Auch später im "Dienst" muss weiterhin auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit geachtet werden.

Mindestens einmal täglich mache ich mit Luke eine Trainingseinheit. Diese kann von 20 bis 60 Minuten dauern und variiert von einfachen Basissignalen in reizarmer Umgebung bis zum anspruchsvollen Stadttraining.

Den Rest des Tags verbringt er in der Regel mit seinem Rudel bei uns zuhause, auch mit schlafen und ruhen. Das sind ebenfalls sehr wichtige Elemente in jedem Hundeleben. Manchmal nehme ich Luke mit zu meinen Terminen, wo er sich meist vorbildhaft verhält.

In regelmäßigen Abständen besuchen wir seine zukünftige Familie mit Assistenznehmer Jonah, 11 Jahre. Die beiden kennen sich schon gut und harmonieren prima zusammen.

Das Wochenende verbringen wir am liebsten auf dem Land und genießen die Natur.

 

 

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Für angehende Assistenzhunde ist es ratsam, im Alter von einem Jahr einen großen Gesundheitscheck zu machen. Dabei wird überprüft, ob der Hund komplett gesund ist und ob aus medizinischer Sicht etwas gegen die Arbeit als Assistenzhund spricht. Konkret werden Röntgenbilder gemacht, um Hüfte, Ellenbogen und Kniescheibe (HD, ED, Patella) zu überprüfen, ein großes Blutbild und eine umfassende Augenuntersuchung werden gemacht.

Wir freuen uns sehr, dass Luke ein rundum einwandfreies Ergebnis hat! (An dieser Stelle liebe Grüße nach Bayern an die Züchterin und Lukes Eltern!)

 

Pudel müssen regelmäßig "zum Friseur", d.h. gebadet, gebürstet und geschoren werden. Das dauert ziemlich lange (2 bis 3 Stunden) und ist nicht Lukes Lieblingsbeschäftigung. Trotzdem macht er artig mit. Und die Kurzhaarfrisur steht ihm doch sehr gut, oder?

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Luke feiert seinen ersten Geburtstag und somit wird es auch Zeit für seine Zwischenprüfung als Autismus-Assistenzhund.

In der Zwischenprüfung soll Luke alles bisher Gelernte zeigen: Basissignale (Sitz, Platz, Abruf, Leinenführigkeit etc.), Impulskontrolle, Reaktion auf sich bewegende Objekte und andere Hunde, Warten außer Sichtweite, Verhalten im Straßenverkehr, in der Öffentlichkeit, Einkaufen und die erste Spezialaufgabe (Anhalten an der Bordsteinkante).

Die Leiterin des Schulungszentrums für Assistenzhunde, Alexandra Hilgers nimmt die Prüfung ab und ist zufrieden mit Luke und mir. Sie lobt seinen Grundgehorsam, seine Aufmerksamkeit und seine Konzentration während der Arbeit.

 

Die zukünftige Familie freut sich über das gute Ergebnis und ist gespannt auf den großen Gesundheitscheck (unter anderem HD, ED, Patella etc.) - mehr dazu in zwei Wochen! :-)

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